was los

Der alte Zaun vor dem Bauernhaus wurde stabilisiert und die Pforte kann endlich wieder geöffnet und geschlossen werden, derweilen der Bauwagen sich mit der Umgebung verbindet. Sein kleiner Bruder (Schaftransporter) steht bei Sandra und Thomas auf dem Grundstück. Scipio hütet die Pflanzen, Jasper irgendwie auch und die Pferde sind fleißig mit der Produktion des Düngers für das nächste Frühjahr beschäftigt. 

Mit einem gigantischen Osterfeuer, Bier, Schnaps und Bratwurst hat Cacherien den Winter vertrieben

Bogenbau mit Uwe Zitterbarth in Gedelitz

Ein intensives Wochenende haben Marcus und Conny bei einem Bogenbaukurs in Gedelitz verbracht. Mit viel Ruhe und Gelassenheit hat der Holzprofi Uwe Zitterbarth eine kleine Gruppe angeleitet, Bogen anzufertigen, die individuell an die jeweiligen Körpergrößen angepasst waren. Sie haben geschliffen, geölt und die Sehne gedreht.

Geduld und Ausdauer wurden mit wirklich schönen Bogen belohnt. Je zwei Pfeile gab es dazu und so konnte am Sonntag Nachmittag auch schon ein bißchen geübt werden auf dem langen Grundstück. 

Gratulation, toll gemacht!

Am 18. Dezember haben wir unserem allgemeinen Punschwunsch nachgegeben und uns hier um den Feuerkorb versammelt. Es war sehr nett und fast gar nicht kalt. Alle hatten leckere oder nützliche Dinge mitgebracht, die vor Ort verbraucht worden. Danke an alle Beteiligten, bis zum nächsten Mal!

Was ich schon immer nicht kapiert habe: wie geht eigentlich Obstbaumschnitt???  Ein Thema, das sich definitiv nicht übers Studieren von Büchern erschließt – jedenfalls nicht mir. Also bin ich einer Notiz aus der Zeitung gefolgt und habe einen Schnittkurs für AnfängerInnen von „Konau 11 – Natur e.V.“ bei Amt Neuhaus besucht. Das ist ein Verein, der sich um die Anlage, Erhaltung und Pflege von Obstbaumalleen und Steuobstwiesen bemüht. Mit Ihren Angeboten zum „Naturgemäßen Obstbaumschnitt“ möchten sie eigentlich ObstbaumwartInnen gewinnen, die diese Anlagen pflegen. Aber auch „Private“ sind willkommen, und als solche habe ich mitgemacht und richtig was begriffen.

Nicht, dass ich es jetzt könnte – wie bei so Vielem handelt es sich hier auch um einen jahrelangen Lernprozess. Aber, aufgemerkt, das Prinzip und seine Naturgesetze sind mir jetzt auf jeden Fall deutlicher geworden. Allerdings auch, dass die von mir gepflanzten Apfel- und Birnenhochstämme eher der nächsten Generation zu Gute kommen: so um die zehn Jahre muss man in dem Aufbau der jeweiligen Krone investieren, bevor diese stabil genug ist,  die erwartete Ernte zu tragen, ohne sich selbst damit durch das Gewicht zu zerstören.

Die Bilder zeigen den Anfang des Schnittprozesses und sein diesjährigs Endrgebnis. In jedem Jahr knüpft man an die Arbeit des Vorjahres an, führt diese weiter oder kommt zu anderen Entscheidungen und geht neue Wege. Eigentlich genau wie in der Kunst…

Und ja, das Wetter war so trübe, nass und kalt, wie die Bilder es zeigen…

Es tut sich auch eigentlich immer was an Haus und Hof: das Bienenhaus wird stabilisiert und gedanklich richte ich dort bereits einen Stall für eine glückliche Hühnerschar ein. Dank Michel und Jule – die die guten Stücke in ihrem Haus nicht mehr benötigten – habe ich nun auch Heizkörper im Wohn- und Esszimmer. Ein echter Gewinn an Lebensqualität!

Die kleine Gartenanlage begrünt sich allmählich: Kartoffeln, Radieschen, Mairübchen, Stangen- und Buschbohnen, Erbsen, Salat, Porre und Kohlrabi und natürlich lecker Erdbeeren. Die erste Ernte belohnt schon für die Säh-, Pflege- und Gießarbeit.

Jasper und Emma. Er hat auch noch eine andere Favoritin vor Ort...

Jugend forscht: Leo und seine Kumpels Calvin und Lars haben sich vorgenommen, ein Lastentandem  mit Sofasitzplatz zu bauen. Das Projekt bietet durchaus die ein oder andere Hürde zur Überquerung. Im Baumarkt werden sie jedenfalls schon sehr persönlich begrüßt…

Kleiner Nebeneffekt:  wir haben jetzt ein Schweißgerät! Und um Leeerstand meiner Nebengebäude brauche ich mir auch keine Gedanken machen, denn noch fährt das Teil nicht, sondern steht. Aber eine Nutzung im Sinne der Erfinder scheint in die Nähe des Bereichs des Denkbaren und Möglichen zu driften….

Aus alten Stegbohlen, die ich aus dem Wakenitzbad in Lübeck mitgebracht habe, bauen wir ein Hochbeet. Leo und Calvin haben sich der Sache angenommen. Ein Platz in der Sonne ist gefunden in der Nähe der anderen Beete und vor dem Flieder an der Grundstücksgrenze. Die Pfosten werden zusammen mit den Wänden aufgestellt – so passt alles gut zusammen. Bevor die letzte Seite geschlossen wird, bauen wir einen Schutz gegen Wühlmäuse aus Kaninchendraht – auf Empfehlung eines Nachbarn. Dann werden die Wände noch mit Schilfmatten ausgekleidet. Hilft vielleicht gegen Feuchtigkeit…

Nun schmeißen wir alles, was das Grundstück her gibt rein: Äste, Zweige, Laub, Kompost, Grasnarben. Morgens ist alles zusammengesunken und wir fragen uns, ob wir je die oberer Kante erreichen. Meine Nachbarin Sabine hat mir schon vorgezogene Salatpflänzchen angeboten und ich bin sehr gespannt, wann wir sie einpflanzen können. Im Moment ist das Wetter so garstig, dass daran nicht zu denken ist. Geduld!

Einen kleinen Nutzgarten haben wir hinter dem Bauernhaus und in Sichtweite des Sitzplatzes geplant. Da jede Menge Ziegelsteine auf dem Grundstück liegen, fassen wir die Beete damit ein. Schon im Sommer hatte ich zwei große Planen auf dem wilden und hohen Gras ausgebreitet, so dass nun das Umgraben sehr einfach war. In das Karree sollen Stangen- und Buschbohnen, Erbsen, Erdbeeren, Radieschen und Möhren gepflanzt werden. Dahinter liegt das Kartoffelbeet, auf dem wir mit vielen verschiedenen Sorten experimentieren. Ich freue mich schon auf einen bunten Kartoffelsalat im Hebst!

Draußen Regen und Sturm, die Tulpen versprechen: der Sommer kommt!

Dem etwas nackten Sitzplatz wollten wir eine kleine Rückendeckung geben. So richtig drauflos gebastelt haben wir dann mit dem schon sehr morschen Rudiment des vorgefundenen Sandkastens plus einigen alten Brettern und Leiterresten – bei denen sich die Umzugsmenschen sicher gefragt haben, ob sie nicht doch den Beruf verfehlt haben… Aber nein, genau hier wurden die Teile gebraucht. Vorerst noch verzurrt gegen den im Moment herrschenden Sturm, sieht es schon ganz gut aus. Erweiterung nicht ausgeschlossen. Den Praxistest können wir allerdings erst bei angenehmeren Temperaturen vornehmen.

Irgendwie hat Skipio da wohl etwas falsch verstanden. Den Sämlingen ist das Brüten jedenfalls nicht besonders gut bekommen...

Leo und Clara haben die großen Buchse vor dem Küchen- und dem Badfenster an den Sitzplatz verpflanzt. Ein etwas gewagtes Unterfangen angesichts vom Alter und Größe der Dinger. Aber mit viel Wasser und gutem Zureden hoffen wir auf die Akzeptanz des neuen Standorts. Hier sind sie jedenfalls optisch und funktional besser aufgehoben!

Bei diesem Sonderangebot gab es kein Halten mehr – der Frühling wird herbeigepflanzt: 30 Primeln als Fußvolk vor die Rosen verbuddelt, zwei Himbeer-sträucher gepflanzt. Die Tulpen wachsen täglich einige Millimeter und wir warten mit Spannung auf ihre Gestalt!

Zusammenspiel läuft!

So sieht es im Augenblick im Atelier aus. Kein Zustand. Nachdem nun auch der Warmwasserboiler funktioniert, gibt es keine Ausreden mehr. Bewaffnet mit dem Wunderreiniger aus Pinienextrakt mache ich mich also an die Arbeit und beseitige, was für sich genommen definitiv eine gute Kunstsache ist: „Werk ohne Autor“.

Ja, es ist wirklich noch sehr kalt und garstig draußen, Wind, Graupel, Schneeregen in diesem Moment…

Dem Jucken in den Fingern ist allerdings nicht zu widerstehen. Daher erste Aussaatversuche für die Fensterbank: Neonfarbene Lupinen von Petra, Rittersporn von Sabine, Kapuzinerkresse von Neukauf und Stockrosen von mir selber. Mal sehen, was aufgeht und vor allem was sich in diesem sandigen Boden halten mag. Lupinen wollten in Lübeck nie gedeihen, so gesehen habe ich berechtigte Hoffnungen für hier!

Inzwischen ist auch der Gravensteiner gepflanzt. Die von mir gewünschte Eierpflaume ist vorerst ausverkauft. Zu viele Coronagartenlustinfizierte im Markt. Gleich nach Hunden scheinen Obstbäume die derzeit bevorzugten Objekte der Begierde zu sein. Also werde ich mich noch bis Herbst gedulden und in der Zwischenzeit ein Pflaumen- und Zwetschgen-Konzept ausarbeiten. 

Clara meinte: „erst wenn dieser Klodeckel neutralisiert ist, bist du wirklich hier angekommen.“ Es ist soweit!

Baum gepflanzt – zwar nicht der erste meines Lebens, aber der erste in diesen Boden: eine Williams Christ, klassische alte Birne und sehr lecker. Mal schauen, wie viele Jahre bis zur ersten Ernte vergehen…

Auch ein Apfelbaum ist bestellt. Es ist ein Gravensteiner, ein überaus köstlicher Apfel, den der Apfelbaum meiner Nachbarin Elke in Lübeck immer über den Zaum geschmissen hat. Ich kann einfach nicht darauf verzichten.

Die Obstpflanzung komplett macht dann ein Pflaumenbaum – Königin Luise – bei meiner Oma im Garten „Eierpflaume“ genannt und zumindest in der Erinnerung ein süßer Hochgenuss.

Ein bißchen geschmerzt hat es schon, den romantischen Efeu  auf dem Dach und am Mauerwerk des Stalls abzuräumen. Letztlich habe ich mich für die Erhaltung des Gebäudes entschieden und die armdicken Zweige mussten weichen. Leo und seine Freunde machten die Vorarbeit, den Rest erledigten Profis. Das Ausmaß ihrer Verwachsung ist oben sichtbar – zum Glück war das Dach noch vor dem ersten Schneefall wieder dicht. Nun fehlt nur noch ein Abschnitt Ziegel und diese liegen schon bereit.

Der ehemalige Stall soll Kunst beherbergen – das goldene Vlies macht den Anfang. Hier hängt es sicher und motiviert mich, ihm bald Gesellschaft zu verschaffen…

Die heilenden Hände des Ofenbauers haben den Kachelofen im Wohnzimmer wieder flott gemacht. Auch der Küchenherd ist nun heizbar und  frostige Tage dürfen kommen. 

Zwei kleine Zimmer flankieren rechts und links das Wohn- und Esszimmer. Sie sollen als Winterrefugium und Gästezimmer fungieren. Wir haben die Lehmwände von der Räüfasertapet befreit und die Risse neu verstrichen. 

Nach altem Befund wurde das erste Zimmer in einem gedeckten Rosa gestrichen, das wunderbar mit dem mittelgrauen Boden geht. Die zweite kleine Kammer wird hellblau – logisch!

Ein großer Haufen Gestrüpp lag auf dem Vorplatz der Werkstatt und an der Rückseite wucherte ein Brombeerdschungel. Wir haben Luft gemacht – was für ein schöner Platz für eine Arbeitspause vor dem Tor! Die Brombeeren werden sich erfahrungsgemäß schnell wieder erholen. Jasper findet das alles spannend…

Sehr gefreut habe ich mich über die netten Gaben meiner Nachbarn Barbara & Willi und Susanne & Wolfgang. 

Vielen Dank, war sehr lecker und hat genau im richtigen Moment neue Energie gespendet! Danke auch an Sabine für den schönen antiken Salzstreuer mit Glückscent!